Siebbespannungen
KOENEN hat ein Spannsystem entwickelt,
das eine optimal gleichmäßige
und lösemittelfeste Siebbespannung garantiert. Für jede Gewebeart,
ob Edelstahl- oder Polyestergewebe, wurden
die optimalen Siebspannungsparameter
ermittelt. Es werden nur ausgesuchte
Gewebe verwendet, deren Drähte
exakt rund sind. Deshalb haben unsere
Siebe eine höhere Standzeit. "Ovale/Unrunde"
Drähte können beim Drucken kippen. Ein weiterer Grund für
unsere optimalen Standzeiten ist die
lange Verweilzeit des Gewebes in unserem
Spannsystem, damit sich ein gleichmäßiger Spannungszustand
des Drahtes durch Verminderung der Webkröpfung einstellen kann.
Wir bespannen unsere Siebdruckrahmen im Winkel von
22,5°, 30°, 45° oder 90°. Das eingesetzte
Spezialklebeverfahren ist lösemittel- und hitzebeständig.
Der Kleber lässt
sich ohne mechanischen Abrieb der Klebeflächen ablösen. Dadurch
können Siebdruckrahmen
beliebig oft bespannt werden, ohne das
sie ihre Planparallelität
verlieren.
Die mechanischen Eigenschaften von Edelstahlgeweben und ihre Auswirkungen auf den Spannprozess
Edelstahlgewebe können wegen der höheren Streckgrenze höher gespannt werden. Höhere Siebspannung ermöglicht einen kleineren Absprung. Je kleiner der Absprung, desto höher die Passergenauigkeit.Das Diagramm zeigt das Spannungs-Dehnungsverhalten von unseren Edelstahlgeweben. Bis zur Streckgrenze wächst die Dehnung mit zunehmender Kraft linear. In diesem Bereich ist die Dehnung elastisch (reversibel), d.h. bei Entlastung geht das Gewebe wieder in die ursprüngliche Lage zurück. Ist diese Streckgrenze überschritten, verformt sich das Gewebe plastisch (irreversibel).
Durch unseren vollautomatischen computergesteuerten Spannprozess stellen wir sicher, dass das Gewebe immer nur im elastischen Bereich gespannt wird. Durch die optimale Nutzung des Spannungs-Dehnungsverhaltens erreichen wir eine reproduzierbare Siebspannung ± 1 N/cm und dadurch höchste Siebstandzeiten beim Druckprozess.
Schlussfolgerung
Die Streckgrenze darf während des Druckprozesses nie überschritten werden. Beim Spannen des Gewebes auf den Siebdruckrahmen muss eine elastische Dehnungsreserve für den Druckprozess berücksichtigt werden.Die empfohlene Siebspannung für unser Edelstahlgewebe variiert mit den Anforderungen an den Druck. Aus dem Spannungs-Dehnungsdiagramm ist ersichtlich, dass je nach gewähltem Spannungsbereich 0,1 % bis 0,5 % Arbeitsreserve für den Druckprozess übrig bleiben.
Rahmenauswahl
Unsere Edelstahldrahtgewebe werden wesentlich höher gespannt als Synthetikgewebe. Der Siebdruckrahmen muss die Gewebespannung aufnehmen und halten. Er muss deshalb formstabil sein, um reproduzierbare Druckresultate zu erzielen. Für KOENEN-Edelstahldrahtgewebe müssen Metallrahmen verwendet werden. Wir empfehlen Aluminiumguß- oder Edelstahlprofilrahmen, wenn das Gewebe auf die Rahmen gespannt wird.Berechnungsprinzip für Rahmen in der Dickschichttechnik

Siebherstellung:
Nach sorgfältiger Entfettung bietet die Oberfläche der Edelstahldrähte eine ausgezeichnete Haftung für alle Arten von Filmen und Emulsionen. KOENEN-Edelstahldrahtgewebe können einer hohen Lichtintensität ausgesetzt werden mit einem Minimum an Unterstrahlung.Drucken (Absprung und Rakeldruck):
Der notwendige Absprung hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, wie z.B. Gewebespannung, Viskosität der Paste, Rakelgeschwindigkeit, aber auch vom Druckbild selbst. Deshalb können für Absprung und Rakeldruck keine allgemein gültigen Empfehlungen abgegeben werden, außer - immer mit dem kleinstmöglichen Absprung beginnen. Wenn die Paste nicht sauber aus dem Sieb herausgelöst wird, den Absprung in kleinen Schritten erhöhen.Druckgenauigkeit:
Entspricht trotz minimalem Absprung die Passergenauigkeit nicht den Anforderungen, so kann mit einer Rahmenvergrößerung bei gleich bleibender Druckbildgröße das Druckresultat wesentlich verbessert werden.Weitere Details erhalten Sie jederzeit gerne auf Anfrage.

